Eine exemplarische Mathelektion

Mathestunden mit dem Konzept Lernräume sind normalerweise in vier Phasen gegliedert. Wenn eine Doppelstunde eingesetzt wird, können die Kinder länger an ihrer individuellen Arbeit bleiben (Phase 3).
 

Phase 1: Plenum (5 – 20 Minuten)

In jeder Mathelektion wird besprochen, wer bei seinem Thema Hilfe braucht und wer helfen kann. Die Lehrperson steuert die Organisation, meist bilden sich Zweiergruppen. 

Ungefähr einmal wöchentlich finden Gespräche über mathematische Themen oder Einführungen zu Themen statt. Daran nehmen meist alle Kinder teil. Denjenigen Kindern, die das Thema schon bearbeitet haben, kann die Teilnahme freigestellt werden. Die Gespräche und Einführungen haben das Ziel, dass sich die Kinder in unterschiedliche Themen eindenken können, ohne den Druck zu verspüren, diese ganz verstehen oder im Anschluss bearbeiten zu müssen. Erwartungsfreie Einführungen und Gespräche über Mathematik helfen schwächeren Kindern enorm, sich darauf einzulassen und mitzudenken, weil sie nicht befürchten müssen, in der anschliessenden Übungsphase beschämt zu werden.
 

Phase 2: Partner- oder Einzelarbeit (5 – 10 Minuten)

In den ersten fünf bis zehn Minuten helfen sich die Kinder gegenseitig bei ihren individuellen Themen. Die Erklärungen finden im Flüsterton statt.
 

Phase 3: Einzelarbeit (15 – 35 Minuten)

In dieser Phase arbeiten alle an ihrem eigenen Thema. Damit sich alle Schülerinnen und Schüler konzentrieren können, ist eine ruhige Lernatmosphäre im Klassenzimmer sehr wichtig.
 

Phase 4: Plenum (5 Minuten) 

Am Ende der Lektion wird zurückgeschaut:

  • Wie bist du vorwärtsgekommen? 
  • Gibt es ein mathematisches Thema, das in der nächsten Lektion gemeinsam besprochen werden soll?